Wissenswertes zum Umgang mit Olivenöl

Es gibt kaum eine Pflanze, die für den Mittelmeerraum von größerer kulturhistorischer Bedeutung ist, als die Olive. Ob eingelegt, zu warmen Speisen oder als Pastete – die aromatische Frucht verleiht jedem Gericht einen mediterranen Charakter und beugt obendrein vielen Krankheiten wie Arteriosklerose oder Herzinfarkt vor. Fast 90 % der angebauten Oliven werden jedoch nicht pur verzehrt, sondern zu Olivenöl verarbeitet. Wie variabel das Gold des Südens ist und was Sie beim Umgang beachten sollten, erfahren Sie hier.

So vielseitig ist Olivenöl

Da Olivenöl in erster Linie Geschmacksträger ist, beeinflusst es sehr stark die aromatischen Eigenschaften der Speise, die man damit verfeinert. Dennoch ist es, was die Harmonie mit Lebensmitteln und Gerichten angeht, erstaunlich flexibel und vielfältig. Neben den klassischen Varianten im Salat, auf der Pizza oder zum Mozzarella passen auch fast alle Fisch-, Fleisch- und Gemüsesorten hervorragend zum Geschmack von Olivenöl, wobei es kaum eine Rolle spielt, ob das Öl eher fruchtig und schwer schmeckt oder ein blumig leichtes Aroma besitzt. Sogar einige Obstsorten werden im Mittelmeerraum gerne mit Olivenöl kombiniert! Ob Sie die Speisen vor dem Servieren nur ein wenig beträufeln, sanfte Kräuter und scharfe Chilis darin einlegen oder es zum Anbraten in der Pfanne benutzen – Olivenöl sorgt für das mediterrane Flair in der Küche und verleiht jedem Gericht aromatischen Charakter.

Das sollten Sie beim Kauf von Olivenöl beachten

Grundsätzlich ist es beim Olivenöl ähnlich wie beim Wein: Ein Produkt, dessen Preis sich zum Großteil aus den Kosten für die Handarbeit bei der Ernte sowie der Lage des Anbaugebietes zusammensetzt, findet man selten zum Schnäppchenpreis im Supermarktregal. Ein wirklich gutes Olivenöl mit ausgeprägtem aromatischem Charakter und geschmacklichem Wert findet man für ca. 10-15 Euro (je halber Liter) in den meisten Feinkostläden, diversen Internet-Shops oder gleich bei Herstellern und Weinhändlern – wer weniger zahlen möchte, muss sich meist mit einem Blend zufriedengeben (einer Mischung, die auch aus mehreren Ländern stammen kann und in der Regel hohe qualitative Unterschiede zum Original aufweist).

Der erste Blick beim Kauf von Olivenöl sollte immer der zum Etikett sein. Wer sichergehen möchte, dass es sich nicht um einen Blend handelt und dass das Öl eine hohe geschmackliche Qualität aufweist, sollte immer nach folgenden Angaben auf dem Etikett suchen:

  • Erntejahr und Zeitpunkt der Abfüllung
  • Olivensorte
  • Mindesthaltbarkeit
  • Name des Produzenten und Anbaugebiet

Sind alle diese Informationen vorhanden, kann man das Öl in der Regel guten Gewissens kaufen, da es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein Qualitätsprodukt handelt.

Hinweise zur korrekten Aufbewahrung von Olivenöl

Damit das Olivenöl keine seiner kostbaren Aromastoffe verliert oder ranzig wird, sollten Sie ein paar Grundregeln bei der Aufbewahrung beachten. Grundsätzlich sollte das Öl in dunklen Behältnissen gelagert werden – die getönten Flaschen, in denen die meisten Olivenölsorten verkauft werden, kommen Ihnen hier entgegen. Achten Sie außerdem auf die korrekte Lagertemperatur von ca. 14 °C bis 18° C . Eine Aufbewahrung im Kühlschrank ist nicht zu empfehlen, da das Öl dort schnell ausflockt und nach dem Auftauen rascher verderblich wird. Bei richtiger Lagerung ist Olivenöl problemlos mindestens 18 Monate haltbar, sorgen Sie daher immer für optimale Bedingungen. Bereits angebrochene Flaschen sollten nach Möglichkeit innerhalb von 2 Monaten aufgebraucht  oder in kleinere Flaschen umgefüllt werden.

Bild-Quelle: Alle Rechte vorbehalten von Giu Gallana

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