Welches Dressing passt zu welchem Salat?

Jeder, der schon einmal ein Salat-Buffet oder eine Grillparty vorbereitet hat, kennt das Dilemma: Welches Dressing reicht man am besten zu welchem Salat? Als kreativer Gastgeber will man natürlich den Gaumen der Gäste beeindrucken, wozu ein schlichtes Essig-Öl Dressing alleine wohl kaum in der Lage ist. Auch wenn der persönliche Geschmack einen wesentlichen Teil zur Wahl des Dressings beiträgt, gibt es dennoch bestimme Grundregeln, mit denen man immer auf der sicheren Seite ist.

Blattsalate – Rucola, Endivien und Co.

Ob knackiger Kopfsalat oder feiner Feldsalat: Bei Blattsalaten sollte man grundsätzlich auf schwere Dressings verzichten und stattdessen die klassische Essig-Öl-Variante bevorzugen, um den Salat nicht mit der Soße zu „erschlagen“. Ein gutes Essig-Öl-Dressing muss nicht eintönig sein und kann von Salat zu Salat variiert werden – beispielsweise indem man verschiedene Kräuter dazugibt, unterschiedliches Öl verwendet oder mit Senf ein bisschen Schärfe ins Spiel bringt. Wer sich beim Öl nicht sicher ist, sollte auf Sonnenblumen- oder Rapsöl zurückgreifen – die beiden Allrounder, wenn es um Salate geht. Mediterrane Salate sollte man stilecht mit Olivenöl anmachen, während zum filigranen Feldsalat auch hervorragend ein gutes Kürbiskernöl passt. Bittere Salate wie Radicchio serviert man am besten mit einem nussigen Dressing mit Haselnuss- oder Walnussöl. Lediglich der etwas herbere Lollo Rosso kann auch gut ein cremiges Dressing vertragen, um den Eigengeschmack ein wenig aufzupeppen – bei allen anderen Sorten ist zu einer eher dezenten, leichten Soße zu raten.

Knackig, saftig, fruchtig – Rund um die Gemüsetheke

Unsere vielen heimischen Gemüsesorten sind, was die Wahl des passenden Dressings angeht, sehr flexibel. Ob fruchtige Tomaten, scharfe Radieschen oder knackige Möhren – hier sollten Sie auf Ihr Bauchgefühl und Ihre persönlichen Vorlieben hören, oder sich am Hauptgericht der Mahlzeit orientieren. Um die Salatsoße geschmacklich mit den Zutaten abzustimmen, gilt jedoch grundsätzlich: Sorten mit vergleichsweise wenig Eigengeschmack (z.B. Gurken) kann man mit einem cremigen Dressing interessanter machen, während Zutaten mit intensivem Eigenaroma eher durch ein Essig-Öl-Dressing unterstrichen werden sollten. Auf schwere Mayonnaise-Soßen sollte man allerdings auch hier eher verzichten und stattdessen auf leichte Milchprodukte wie Joghurt zurückgreifen.

Salate mit „Substanz“ – Eier, Kartoffeln, Nudeln & Co.

Bei Salaten, deren Zutaten fest und saugfähig sind, können Sie sich sich beim Dressing richtig austoben – ob leichtes Essig-Öl-Dressing mit frischen Kräutern, etwas Milchiges auf Soja-Basis oder dicke Mayonnaise-Soße. Bei Soßen letzterer Art sollten Sie allerdings beachten, dass Milchprodukte immer nach Säure verlangen. Dies können Sie beispielsweise mit einem Schuss Zitronensaft ausgleichen, oder alternativ mit einem hellen, milden Essig. Bei den Milchprodukten für Ihr Dressing können Sie prinzipiell alles verwenden, was Ihr Kühlschrank zu bieten hat: Joghurt, Mayonnaise, Buttermilch, Dickmilch oder Schmand eignen sich ebenso wie die klassische Kuhmilch oder Ziegenmilch, da diese sich lediglich in Fettgehalt und Konsistenz unterscheiden. Im Zweifel einfach auch hier mit dem Hauptgericht abstimmen oder auf den Bauch hören.

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