Trüffel FAQ – Wissenswertes rund um den Edelpilz

Ein Edelgut, ein Speisepilz, oft auch ein Mysterium: Kaum etwas anderes verkörpert den Begriff „Gourmet“ zutreffender als der schwarze Schatz der Erde: Trüffel. Über diese äußerst delikate Edelpilzart wird in Kulinarik-Kreisen gerne gefachsimpelt, woraus reichlich Halbwissen und ungenaue Informationen resultieren. Für Gourmetfreunde, Trüffelinteressierte und Feinschmecker aller Art: Hier die wichtigsten Basics rund um den Klassiker der Edelküche.

Wo und wie findet man Trüffel?

Prinzipiell wächst Trüffel in den meisten Ländern dieser Welt, in denen es Linden, Kastanien, Buchen oder Eichen gibt, wo er sich an den Wurzeln ansiedelt und dort mit den Bäumen eine Symbiose eingeht. Die größten Lieferanten kommen allerdings aus Frankreich, Japan und Neuseeland, deren Trüffelprodukte auch für ihre Hochwertigkeit bekannt sind. Erzeugnissen aus China, Marokko oder Osteuropa sollte man grundsätzlich mit gesunder Skepsis begegnen, da sich besonders in diesen Gegenden gerne Fälscher den hohen Preis des Trüffels zunutze machen und minderwertige Produkte vertreiben. Zur (oft mühseligen) Trüffelsuche werden neben Hunden meist Trüffelschweine ausgebildet, die dem Geruch des ausströmenden Androstenons nachgehen, der dem Sexuallockstoff des Ebers entspricht.

Wie teuer ist Trüffel?

Grundsätzlich hängt der Preis von verschiedenen Faktoren ab. Beschaffenheit, Größe, Form, Reichlichkeit der Ernte sowie Angebote und Nachfrage spielen eine entscheidende Rolle. In Japan darf man für ein Kilo weißen Trüffel gerne mal 15.000 Euro auf den Tisch legen – was allerdings nicht die Regel ist. Eine Portion für zwei Personen (was etwa 20 Gramm Trüffel entspricht) ist bereits für „nur“ 50 Euro zu haben.

Wie kann man Trüffel verarbeiten?

Mit Trüffel lassen sich nicht nur zahlreiche Gerichte verfeinern, sondern auch vielfältige, ganz eigene Produkte herstellen. Ob nun Trüffelöl, Schnaps, Butter, Saucen oder Käse – der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Auch als Trüffelhobel auf verschiedenen Gerichten wird die Delikatesse gerne verwendet. Restaurants der Gourmet-Szene beglücken ihre Besucher oft mit außergewöhnlichen Köstlichkeiten wie „Lachstartar mit Trüffel“, „Trüffel-Sekt Risotto“ oder „Schokoladen-Trüffel-Eiscreme“. Wer das Besondere sucht, kommt hier definitiv auf seine Kosten!

Last but not least: Wie schmeckt Trüffel überhaupt?

Außer dem dem delikaten Aroma und dem milden, dezenten Geschmack lassen sich die gustatorischen Eigenschaften dieser Delikatesse nur schwer beschreiben. Die Devise lautet: ausprobieren! Als echter Feinschmecker sollte man zumindest gekostet haben – und bezüglich der Geldbörse einmal ein Auge zudrücken – es lohnt!

Bild-Quelle: sxc.hu – marketiq

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